Ein Konzert zum Abschluß

- Vier Zylinder...

- ...und acht Finger

- Der BG-Articulator von Agnes Dorwarth: 2 pfiffige junge Damen

- Miyuko Wahr

- J.S.Bach:Konzert d-moll

- Klavier vom Feinsten mit dem Jüngsten: Jonas

- 2 Marimbaphone spielen Lorenz und Jascha

- an einem orginal chinesische Instrument: Xiaoxi
Feierlicher Höhepunkt des Jubiläumsjahres
Waren für die zahlreichen Zuhörer dieses Abends all die vielen feierlichen, spannenden, interessanten oder witzigen Festlichkeiten dieses 1000 Jahre-Wiehre-Jahres noch zu „toppen“? Ja, das Konzert überbot anderes einfach bereits dadurch, dass das Angebot ganz anders war und doch auch wiederum vertraut hochwertig, denn hier spielten junge Musiker, für die bereits jetzt eine klassische musikalische Karriere fest auf dem Plan steht.
Bürgermeister von Kirchbach hat zum wiederholten Mal eine Jubiläumsveranstaltung des Bürgervereins Oberwiehre-Waldsee begleitet und die Grußworte der Stadt überbracht. Er stellte heraus, welch glücklicher Umstand zum Zustandekommen gerade dieses Konzertabends führten: Im Vorfeld geschah das, was bei langen Planungen im voraus manchmal vorkommt: irgendwer hatte plötzlich im Terminplan etwas anders stehen, so dass ein ganzes Ensemble nicht spielen kann. So war kurz vor dem ursprünglichen Termin auch dies Konzert ganz infrage gestellt.
Da es aber in unserem Stadtteil, in diesem Fall sogar an einer Schule, dem BG, ein hohes musikalisches Potential gibt, ließ sich mithilfe der Musiklehrer Rainer Pachner und Wolfgang Erber am Bertholdgymnasium und unter der fachkundigen Beratung von Frau Petra Müllejans vom Barockorchester - und zugleich Mutter eines jungen Künstlers - aus dem Tag „Klingende Schule am BG“ ein hochwertiges Konzertprogramm zusammenstellen. Die angefragten Künstler - allesamt (mit einer Ausnahme) Schülerinnen und Schüler des Bertholdgymnasiums – und ihre musikalischen Begleiter sagten zu und bescherten den Zuhörern einen wundervollen Konzertabend.
Zudem entdeckte Frau Müllejans dankeswerter Weise ein Aufgabengebiet für die Zeit jenseits ihrer musikalischen Karriere: Programmdirektorin – vermutlich wird allerdings bis dahin noch viel Wasser die Dreisam hinunterfließen...
Werke für Streicher kamen zur Aufführung, u.a. das Divertimento von W.A. Mozart mit den Geschwistern Weinzierl, oder der 11jährige Jonas Degen spielte aus den Venezianischen Gondelliedern von F. Mendelssohn-Bartholdy. Das Publikum war begeistert! Das war es gleichermaßen von der 7.-Klässlerin Miyuko Wahr, die – begleitet am Flügel von ihrer Mutter – einen Satz aus dem Violinkonzert in d-moll op. 22 von Wieniawski vortrug und von Xiaoxi Li , die ihr chinesisches Instrument erklärte und darauf ein Fischerlied spielte.
Klaviermusik der besonderem Art von C. Chaminade gab es für 8 Hände – mit acht Handschuhen und 4 Zylindern von 4 jungen Damen.
Im Sommer hatte das Bertholdgymnasium sein 50jähriges Haus gefeiert, anlässlich dessen Agnes Dorwarth ein Stück für 2 Blockflöten, den „BG-Articulator“ komponiert hatte, der hier dem Publikum zur Freude dargeboten wurde. Große Begeisterung fanden wieder Lorenz Behringer und Jascha von der Goltz auf ihren Marimbaphone mit „Alborada“ von M. Ravel und schließlich die drei jungen Sängerinnen unter Begleitung vom Vater Thomas Schmieger am Flügel mit dem Entgeltterzett aus „Elias“ und „Triumph, Triumph“ aus der Zauberflöte.
Großer Applaus, viele Verbeugungen, Dankesworte an die Künstler, Helfer und Sponsoren - auch während des gesamten Jahres – und ein Sektempfang, den Theo Kästle vom Bürgerverein mit einer Diashow von all den vielen gelungen Aktionen dieses umfassenden Jubiläums untermalte.
Einen Dank möchte ich hier noch herausstellen: Herr Felden von Pro Piano spendet uns einen wohlgestimmten Flügel.
So stand man lange beieinander, zufrieden über den Einsatz für ein 1000-Jahre-Jubiläum unseres und anderer Stadtteile. Gelungene Aktionen mit den Nachbarn kamen zur Sprache, interessante Begegnungen mit der Geschichte des Stadtteils ließ man Revue passieren. Am besten war..., ja, aber das auch... und das...! Würden wir vom Vorstand so etwas nochmals organisieren? Natürlich gern – in 1000 Jahren!
Was gefiel Ihnen am besten, verehrte Leserinnen und Leser?
Heidrun Sieß
