|Impressum  |Login für Mitglieder  |Sitemap  |Kontakt  |Home  
Turmbläser
Gäste
Herr Blens, Frau Sieß, Herr Jäckisch vom Vorstand (v.li)
Herr F.Albrecht mit Martin Schley
Frau Mez-Chaplin
Löwenbräu von 1939

Überraschungsabend

Überraschungsabend vor historischer Kulisse des Lycee Turenne und Gasthaus Schützen


Einen Abend voller Historien - nicht aus 1000 Jahren aber doch aus Lebensspannen gab es in der Oberwiehre am überraschend sonnigen und warmen Samstagabend Ende Mai rund um den Wilhelm Eschle Platz und das Gasthaus Schützen – nicht nur wie angekündigt - von nebenan, das hieß von Zuhörern, Zuschauern sondern auch von speziell durch den abendlichen „Führer durch´s Programm“, Martin Schley eingeladenen Gästen.

Erzählt wurden Geschichten aus dem ganz normalen Leben einer Großfamilie in der Knopfhäuslesiedlung nach 1930: ohne Strom und fließend Wasser, aber mit Gasmünzen für Licht und „modernes“ Gas-Kochen - solange, bis die Münzen ausgingen und der Holzherd in Aktion treten musste. Bis vor kurzem war in der Emil Thoma Schule im Untergeschoss noch das Volksbad, das die Knopfhäusle-Anwohner am Wochenende zum Baden nutzten.

Als Einleitung klangen vom Turm des Lycée Turenne 7 Renaissance-Stücke weit über die Oberwiehre hinweg, gespielt von den Mitgliedern des Bläserensembles unter Iian Semple von der Freiburger Musikschule.

Manche hatten die Einladung des Bürgervereins, etwas mitzubringen ernst genommen, zum Beispiel der Herr, der beim Bauaushub 40 Bierflaschen der Löwenbrauerei von 1939 gefunden hatte und ein vorzeigte (siehe Foto). Und es gab die Möglichkeit, Frau Meckel fragen zu können, ob und wo „in unserer Straße“ Stolpersteine sind, oder die Geschichten von Maximilian Dortu, von dessen Erschießung im Stadtteil Herr Meckel berichtete. Das Mausoleum des Max Dortu auf dem alten Wiehre-Friedhof zu versorgen „auf immer und  ewig“ wurde der Stadt Freiburg von seinen Eltern aus Potsdam aufgetragen und mit einer stattlichen Summe von umgerechnet 300 000 € unterstützt. Am 31.7. 08 nähert sich sein Todestag und der seiner Kameraden zum 159. Mal.

Erinnerungen brachten auch mit: Carl Mez´ Urenkelin Regina Mez-Chaplin oder der Urenkel vom Gründer der Wiehremer Bürgervereine Karl Walterspiel, der Braumeister der ehemalige Ganterbrauerei, ein Enkel, dessen Großvater beim ehemaligen Kinosaal hinter dem Sportgeschäft Kiefer an der Scharzwaldstrasse  wohnte und der als 16Jähriger einen nicht jugendfreien Film vorführte..(damals waren 21 Jahre die erlaubte Grenze...) und Franz Albrecht, Inhaber der früheren Schützendrogerie und Vorstand der freiwilligen Feuerwehr der Wiehre, Löschzug 7, der bald in die Mittelwiehre umziehen muß. Manch Spannendes  wurde den Zuhören erzählt, anderes wusste Martin Schley per Tonband aus seinen Gesprächen wiederzugeben.

Das Resümee des Abends: Zufriedene, sehr interessierte gut 100 Zuschauer, langer Applaus aus der gesamten Umgebung, erfreulich zahlreiche Spenden und ein Essen für die Aktiven im Gasthaus Schützen. Der Bürgerverein sagt allen herzlichen Dank!

                                                                         Werner Jäckisch, Heidrun Sieß





» drucken

© 2007 :: Heike Häberle :: www.kreativ-gestaltung.de :: Freiburg